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Catrin Marin

Juni 2015: Ein Sozialticket muss seinen Namen auch verdienen

Eine alte Forderung der Linken ist die Einführung eines Sozialtickets – wir würden es Mühlenkreisticket nennen- im Kreis Minden-Lübbecke. Viele andere Kreise und Städte haben schon vor Jahren diese Vergünstigungen im ÖPNV eingeführt.

Nun denkt auch endlich der Kreis darüber nach. Ob die Motive wirklich sozialer Natur sind oder ob die Einführung lediglich dazu dient, den ÖPNV angesichts sinkender Fahrgastzahlen zu retten, sei mal dahingestellt.

So stand in der Kreistagssitzung im Juni der Beschluss an, ein kreisweites Sozialticket zu einem Preis von 30-40€ einzuführen. Diese Summe entspricht etwa einem Zehntel des Geldes, welches Empfängern von leistungen des SGB II überhaupt im Monat zur Verfügung steht. Maximal sind nur 25€ für Mobilität vorgesehen. Und dazu zählen auch Anschaffungen (z.B. für ein Fahrrad).

Die Linke ist der Ansicht, dass ein Sozialticket, das seinen Namen auch verdient, günstiger angeboten werden muss. Ein entsprechender Änderungsantrag der Linken wurde im Kreistag abgelehnt!. Ungeklärt sind noch verschieden Fragen, z.B. wer berechtigt ist, ein solches Ticket zu erwerben, ob das Mitfahren von Kindern enthalten ist, ob es einzeln zu erwerben ist u.s.w.

Auf jeden Fall sind Sozialtickets dringlicher denn je geworden. In einer Gesellschaft, die ihren Bürgerinnen und Bürgern zeitliche Flexibilität und eine größtmögliche Mobilität abverlangt, ist diese Mobilität die Grundvoraussetzung zur Teilhabe am Arbeitsmarkt, ebenso wie für Chancengleichheit und Teilhabe am kulturellen Leben. In unserer ländlichen Region gestaltet sich das sowieso schon schwierig. Umso mehr muss die Nutzung des ÖPNV erschwinglich sein!