Die Linke Minden-Lübbecke bereitet Rückkehr in den NRW-Landtag vor
Dominik Goertz und Marie-Sophie Kasten treten in den Wahlkreisen 88 und 89 an. Partei rechnet nach 15 Jahren mit Wiedereinzug in das Landesparlament, will starke Stimme für Beschäftigte sein und das Leben bezahlbar machen.
Auf ihrem Kreisparteitag am 15. August im Alten Amtsgericht in Lübbecke hat Die Linke Minden-Lübbecke ihre Direktkandidierenden für die Landtagswahl 2027 aufgestellt. Dominik Goertz, stellvertretender Landessprecher von Die Linke NRW, wird im Wahlkreis 88– Minden-Lübbecke I kandidieren. Goertz erhielt auch das einstimmige Votum des Kreisverbands, für einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste zu kandidieren. Auf dem Parteitag nannte er Bildungsgerechtigkeit, den Schutz queeren Lebens und den Einsatz für alle Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind, als seine Kernthemen.
Im Wahlkreis 89– Minden-Lübbecke II tritt Marie-Sophie Kasten an. Sie ist Kreissprecherin der Linken Minden-Lübbecke und Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat der Stadt Minden. Kasten kämpft in Minden konsequent gegen Antisemitismus und die Faschisierung unserer Gesellschaft. Für sie muss das Leben für alle lebenswert und bezahlbar sein, deshalb will sie unter anderem dreisten Immobilienkonzernen das Handwerk legen.
„Die Landtagswahl 2027 wird in vielerlei Hinsicht richtungsweisend. Wir freuen uns deshalb, mit Marie-Sophie Kasten und Dominik Goertz zwei engagierte und erfahrene Kandidierende ins Rennen zu schicken. Beide werden unsere Positionen im Wahlkampf vertreten und gemeinsam mit uns für eine solidarische und lebenswerte Gesellschaft kämpfen. Mit uns wird es keine Angriffe auf den Sozialstaat geben, denn wir kämpfen für einen Staat, der den Menschen dient und nicht dem Kapital“, erklärt Leon-Patrick Rohlfing, Kreissprecher der Partei Die Linke.
Den Abschluss des Tages bildete ein Sommerfest des Kreisverbandes. Zu Gast war Alexandra Mehdi, die vom Landesvorstand als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl nominiert wurde. Bei Verpflegung und musikalischer Begleitung durch die „Clitschkos“ aus Minden klang der Kreisparteitag in geselliger Atmosphäre aus.
Neben der Aufstellung der Kandidierenden für die Landtagswahl, standen beim Kreisparteitag der Linken am 15. August auch kommunalpolitische Themen im Mittelpunkt. Die Mitglieder verabschiedeten vier Beschlüsse, die die politische Arbeit des Kreisverbandes in den kommenden Monaten prägen sollen. Alle Anträge wurden einstimmig beschlossen.
Die Linke stellt sich dabei klar hinter die derzeitigen Neubaupläne der Mühlenkreiskliniken, kritisiert aber, wie die Debatte darum aktuell geführt wird. Der wirtschaftliche Druck auf die Mühlenkreiskliniken muss durch das Land NRW gesenkt werden und es darf kein Gewinn auf dem Rücken der Beschäftigten gemacht werden. Aus Sicht der Linken geht es bei den Klinikneubauten um eine qualitative Aufwertung der öffentlichen Daseinsvorsorge im Mühlenkreis. Dass durch die Neubaupläne der Kreißsaal in Bad Oeynhausen geschlossen wird, kritisiert die Partei scharf und verweist auf die Forderung der Kreistagsfraktion nach einer qualitativen Aufwertung, hin zu einem hebammengeführten Kreißsaal, und quantitativen Anpassung der Geburtshilfe im Johannes-Wesling-Klinikum.
Außerdem lehnt der Kreisverband die KiBiz-Reformen der Landesregierung ab und kündigt an, keine Kita-Schließungen mitzutragen. Frühkindliche Bildung darf nicht durch eine unzureichende Finanzierung durch das Land NRW leiden. Wieder einmal wird eine öffentliche Leistung bestellt, aber nicht mit den entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Ein weiterer Beschluss befasst sich mit aktuellen Plänen und Debatten um den öffentlichen Personennahverkehr, wobei sich der Kreisverband ausdrücklich für den Ausbau der Angebote im Bus- und Schienenverkehr- auch durch die Einführung von Schnellbussen und die Reaktivierung von verschiedenen Strecken auf der Schiene ausspricht. Darüber hinaus erteilte der Kreisparteitag einen konkreten Arbeitsauftrag, sich kreisweit für die Umsetzung der Istanbul-Konvention einzusetzen. Die Linke fordert eine Politik, die Gewalt verhindert, Betroffene schützt und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
„Wir stellen uns gegen den zunehmenden Druck auf die öffentliche Daseinsvorsorge. Gesundheit, Bildung, Betreuung, Mobilität und der Schutz vor Gewalt dürfen nicht zum Opfer fallen. Wir wollen einen Kreis, in dem Menschen unabhängig von ihrem Einkommen gut und sicher leben können“, so Marie-Sophie Kasten, Kreissprecherin der Partei Die Linke.

