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Für eine Sanierung der Kreisschwimmhalle in Minden - Nein zum Anbau am Melittabad!

Fraktion im Kreistag Minden-Lübbecke

Auf der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Verkehr mit dem Bildungsausschuss am 18. Juni 2026 haben unsere sachkundigen Bürger Leon Rohlfing (Bildungsausschuss) und Leo Priwitzer (BPV) - als einzige Mitglieder der jeweiligen Ausschüsse – gegen eine Beteiligung des Kreises Minden-Lübbecke am Melittabad der Stadt Minden gestimmt.

Die Fraktion Die Linke im Kreistag Minden-Lübbecke spricht sich damit als einzige Fraktion für den Erhalt der Kreisschwimmhalle bei langfristiger Sanierung auf dem Mindener Berufsschulcampus aus. 

Für uns ist klar: Ein Erweiterungsanbau für den Kreis am Neubau des Mindener Melittabads kann die bestehenden Kapazitäten für den Schwimmunterricht der Berufsschulen und der Kommunen Petershagen und Hille nur knapp auffangen und lässt wenig Spielraum für eine zusätzliche Nutzung durch Vereine. Da der Anbau zudem eine schlechtere Übersichtlichkeit über die einzelnen Schwimmbahnen bietet, muss neben zusätzlichen Schwimmmeistern ebenfalls mehr schulisches Lehrpersonal für den Schwimmunterricht bereitgestellt werden, um den Badebetrieb zu sichern – in Anbetracht bereits bestehenden (und voraussichtlich zunehmenden) Personalmangels schwierig umsetzbar.

Zoé Krüger, Kreistagsmitglied für Die Linke und Berufsschülerin am Leo-Sympher-Berufskolleg, verweist außerdem auf die längere Anreise zum Neubau des Melittabads: „Bei einem vorgesehenen Zeitfenster für den Schwimmunterricht von 1,5 Stunden verbleibt nach dem Fußweg zum Melittabad (die Finanzierung eines „Schwimmbus“ durch den Kreis ist derzeit nicht geplant) und dem Umziehen etwa eine halbe Stunde tatsächlicher Schwimmzeit. Das reicht nicht, um einen effektiven Schwimmunterricht durchzuführen.“ „Als Fraktion stellen wir uns hinter die Bedürfnisse der Schulen und den, durch die Schulleitung formulierten, Wunsch nach Erhalt der Kreisschwimmhalle, wobei wir gleichzeitig den Vereinssport stärken“, sagt Leon Rohlfing, sachkundiger Bürger im Bildungsausschuss und Fraktionsgeschäftsführer. 

Nicht zuletzt die Frage nach der Nachhaltigkeit einer Beteiligung des Kreises am Neubau des Melittabads bei gleichzeitigem Abriss der bestehenden Kreisschwimmhalle sowie die Berechnungen der voraussichtlich für die verschiedenen Varianten anfallenden Kosten bestätigen uns in unseren Bedenken: „Während eine Beteiligung des Kreises am Neubau des Melittabads auf kurze Sicht die günstigste Variante ist, kann es nicht nur durch mögliche Baukostensteigerungen sondern auch durch eine Erhöhung der Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten und langfristiger Investitionen seitens der Mindener Bäder GmbH dazu kommen, dass der Kreis seine Entscheidung langfristig teuer bezahlt“, sagt Leo Priwitzer, sachkundiger Bürger im BPV. So könnte es im Falle einer Privatisierung der Mindener Bäder GmbH bei schlechter Haushaltslage auf Seiten der Stadt Minden dazu kommen, dass auch der Kreis höhere Entgelte für die Nutzung des Melittabads für das Schulschwimmen an die Mindener Bäder GmbH entrichten muss. 

Gleichzeitig halten sich die voraussichtlichen Mehrkosten eines Erhalts der Kreisschwimmhalle, welche die Verwaltung mit ca. 7,5 Millionen Euro beziffert, in für vergleichbare Baumaßnahmen, engen Grenzen.

Die Vertreter unserer Fraktion in den jeweiligen Ausschüssen und dem künftigen Arbeitskreis zur Ausgestaltung des Anbaus am Melittabad werden die weitere Arbeit – trotz unserer ausdrücklichen Kritik an dieser Variante – konstruktiv und kritisch begleiten, um dem Schwimmunterricht an den kreiseigenen Schulen langfristig zu sichern.

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