Neubau statt Sanierung: Linke-Kreisfraktion für bessere Versorgung im Lübbecker Land
Die Kreisfraktion Die Linke hat eine umfassende Anfrage zum geplanten Krankenhausneubau im Lübbecker Land gestellt. Die Antworten der Expert:innen sprechen eine deutliche Sprache: Ein Neubau bietet gegenüber einer siebenjährigen Sanierung im laufenden Betrieb klare Vorteile – strukturell, medizinisch und pflegerisch. Die Linke setzt sich dafür ein, dass bei dieser Entscheidung die Versorgungsqualität für Patient:innen und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Vordergrund stehen.
Am 17.04.26 stellte die Kreisfraktion der Partei Die Linke eine umfassende Anfrage an den Kreis und die MKK zum geplanten Neubau sowie zur möglichen Sanierung im Lübbecker Land. Bereits im Eingang der Anfrage kritisierte die Fraktion, dass in der öffentlichen Debatte bislang vor allem die Kosten im Fokus stünden, während die Bedeutung einer guten, wohnortnahen medizinischen und pflegerischen Versorgung zu kurz komme. Noch vor der vollständigen Beantwortung der Anfrage begann der Kreis bereits damit, einzelne angesprochene Themen öffentlich aufzugreifen und zu beantworten.
Ein zentrales Anliegen der Anfrage war es, die Perspektive der im Krankenhaus arbeitenden sowie verantwortlichen Fachkräfte stärker sichtbar zu machen. Insbesondere rund um das Neubauprojekt in Lübbecke kursieren zahlreiche Halbwahrheiten oder sogar Falschaussagen. Mit der Anfrage der Fraktion Die Linke sollen daher fachliche und sachliche Informationen ergänzt beziehungsweise erneut hervorgehoben werden.
„Aus der Anfrage lässt sich ableiten, dass ein Krankenhausneubau einer Sanierung im Bestand vorzuziehen ist“, fasst der Geschäftsführer der Fraktion Die Linke im Kreistag, Leon Rohlfing, zusammen.
„Die Aussagen der Expert:innen sind hier eindeutig: Ein Neubau bietet insgesamt strukturelle, medizinische und pflegerische Verbesserungen. Gleichzeitig lassen sich durch optimierte Abläufe auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten vor Ort verbessern“, erklärt der Kreisfraktionsvorsitzende Sebastian Jerry Neumann.
„Zeitgleich hebt die Antwort auf die Anfrage auch die Herausforderungen einer Sanierung im Bestand hervor, insbesondere für bestimmte Personengruppen wie beispielsweise Schwangere, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder ältere demenziell erkrankte Personen“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Zoe Krüger. Diese würden laut Expert:innen durch eine umfassende, siebenjährige Sanierung im laufenden Betrieb besonders belastet werden.
„Unsere politische Haltung ist hier klar: Die Linke lehnt eine potenzielle Verschlechterung der medizinischen und pflegerischen Versorgungsqualität durch die Belastungen für Patient:innen und Personal während einer siebenjährigen Sanierung ab. Vor allem, da die Versorgung am Ende dennoch schlechter wäre, als sie durch einen Neubau umsetzbar und geplant ist. Patient:innen, Angehörige, Kolleg:innen vor Ort - der Mensch sollte im Mittelpunkt der Entscheidung stehen, nicht eine primär lokale oder ökonomisierte Perspektive“, so Neumann abschließend.
