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Die Linke Minden-Lübbecke

Ein Licht am Ende des Tunnels?

Die Linke Minden-Lübbecke

Heute hat Die Linke Minden-Lübbecke gemeinsam mit der Fraktion Die Linke im Stadtrat Porta Westfalica die KZ Gedenk- und Dokumentationsstätte in Porta Westfalica besucht. Bei einer Führung in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 wurde eindrucksvoll geschildert, unter welchen menschenunwürdigen Zuständen, die Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme, in Zwangsarbeit für die SS, den Stollen erweitert haben. Im Interesse der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie und der Vernichtungsfantasien der SS-Führung sollte im Berg eine große Raffinerie für Schmieröl entstehen. Parallel dazu mussten größtenteils jüdische Frauen in einem angrenzenden Stollen in Zwangsarbeit und unter starker Gewalt, Radiogeräte für Philips herstellen.

Heute hat Die Linke Minden-Lübbecke gemeinsam mit der Fraktion Die Linke im Stadtrat Porta Westfalica die KZ Gedenk- und Dokumentationsstätte in Porta Westfalica besucht. Bei einer Führung in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 wurde eindrucksvoll geschildert, unter welchen menschenunwürdigen Zuständen, die Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme, in Zwangsarbeit für die SS, den Stollen erweitert haben. Im Interesse der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie und der Vernichtungsfantasien der SS-Führung sollte im Berg eine große Raffinerie für Schmieröl entstehen. Parallel dazu mussten größtenteils jüdische Frauen in einem angrenzenden Stollen in Zwangsarbeit und unter starker Gewalt, Radiogeräte für Philips herstellen. 

Viele der Häftlinge starben an Krankheiten oder Unterernährung während ihren 12-Stunden-Schichten. Schuhe an den Füßen tragen zu dürfen, galt als eine Seltenheit und erhöhte die Überlebenschance der Gefangenen um ein bisschen. Was die Nationalsozialisten als „Höhle-1“ bezeichneten, bekam unter den Inhaftierten schnell den Namen „Hölle-1“. Hier wurden innerhalb weniger Monate rund 60.000 Kubikmeter Gestein für das Stollensystem per Hand, mit Schaufel, Spitzhacke und Schubkarre transportiert. Unter brutalsten körperlichen Bedingungen machten die Nationalsozialisten die Arbeitskraft der Häftlinge zu einer reinen Ware, austauschbar, gesichtslos.

Die größtenteils ehrenamtlich Engagierten der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica setzen sich seit Jahren dafür ein, dieser industriellen Entmenschlichung entgegenzuwirken und den Opfern der KZ-Außenlager in Porta Westfalica ein Gesicht und eine Stimme zu geben. Hierbei sind sie finanziell stark von der Haushaltslage der Kommune abhängig und brauchen Unterstützung.

"Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus" - der Schwur von Buchenwald hatte in den 50er Jahren nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in Westdeutschland eine große Ausstrahlung: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel." Diesem Ziel fühlen wir uns verpflichtet. Die Erfahrungen der vom deutschen Faschismus Verfolgten prägten das ursprüngliche Asylrecht im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das heute bis zur Unkenntlichkeit durchlöchert ist und das Die Linke wiederherstellen will.

Wenn heute in Deutschland die ideologischen Erben des Nationalsozialismus in den Parlamenten sitzen, über Remigration und Zwangsarbeit für Menschen in Transferleistungen sprechen, sieht man wie wenig wir zum Teil aus der Geschichte gelernt haben. Rechtsextreme Positionen sind wieder salonfähig geworden und werden als zu akzeptierende Meinungen getarnt. Gleichzeitig versucht man von Seiten der AfD die Geschichte umzudeuten und so im Bürgertum anzukoppeln. Als vermeintliche Reaktion säht konservative und neoliberale Austeritätspolitik erneut die Wurzeln des Faschismus. Als solidarische Gesellschaft müssen wir uns mit aller Kraft dagegen stellen und unsere Demokratie verteidigen.

Kontakt

Ansprechpartner*innen

Die Linke Kreisverband Minden-Lübbecke
Kampstraße 27
32423 Minden

Telefon (05 71) 829 743 51

Marie-Sophie Kasten
(Kreissprecherin)
Leon-Patrick Rohlfing
(Kreissprecher)

kreisverband@dielinke-mindenluebbecke.de

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