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Ausschuss beschließt Mietangebot mit E-Roller

Der Anbieter Tier darf in Minden sein E-Scooter-Angebot auf die Straßen bringen. Die Attraktivität von E-Scooter-Mietangeboten für schnell verfügbare Mobilität auf Kurzstrecken ist nachvollziehbar und der Spaßfaktor unbestritten.

Also alles toppi? Leider nein…

DIE LINKE Fraktion im Rat sieht das Geschäftsmodell der E-Scooter-Verleiher kritisch. "Unsere städtische Infrastruktur wird genutzt  und dabei mögliche entstehende Kosten und Risiken auf die Allgemeinheit abgewälzt, um die privatwirschaftliche Profitaneignung zu maximieren ." meint Gesine Frank, Stadtverordnete und stellvertrete sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Klima Umwelt und Verkehr der Stadt Minden. Damit sei es eine weitere Privatisierung des Nahverkehrsangebots, welches eigentlich eine kommunale Pflichtaufgabe sein sollte.

Bei seiner Präsentation in der Ausschusssitzung lobte Deutschlads größter Anbieter Tier das eigene Unternehm in höchsten Tönen, es sei klimaneutral und lege Wert auf soziale Verantwortung bei den Arbeitsverträgen. Auf kritische Nachfrage der Partei DIE LINKE, wie viele der so genannten "Ranger" tatsächlich vollzeitbeschäftigt und nicht im Minijob sind, lautete die Auskunft 90%. "Das verwundert etwas, denn ver.di kritisiert die schlechten Arbeitsbedingungen und Minijobs in der Branche seit langem" meint Gesine Frank nachdenklich "schön, wenns tatsächlich so ist - wir werden es beobachten."

Zahlreiche Studien und Erfahrungen anderer Kommunen und Städte belegen, dass E-Scooter sind nicht nachhaltig und meist auch nicht sozialverträglich sind. Abgelegte Roller auf Rad-, Gehwegen, in Parks usw. sind leider keine Einzelfälle.

Hauptnutzer:innengruppe sind nach einer Hamburger Masterstudie aus 2019 Junge Menschen unter 30. So praktisch und wichtig die Roller für die einen sein können, gibt es leider auch viele Nutzer:innen, die alkoholisiert und mit wenig Verantwortungsbewusstsein unterwegs sind. Das gibt auch die Managerin

Dort stellen sie nicht nur für Ältere oder Menschen mit Behinderung gefährliche Stolperfallen und ärgerliches Hindernis da.

 

E-Scooter definitiv nicht Teil eines fortschrittlichen Mobilitätskonzepts

Die E-Scooter sind weder nachhaltig noch sozialverträglich, das belegen zahlreiche Studien und Erfahrungen anderer Kommunen und Städte.

Das beschloss der Ausschuss für Klima Umwelt und Verkehr

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Kontakt Minden

Fraktionssprecherin:

Angela Gradler-Gebecke
angela.gradler-gebecke@dielinke-muehlenkreis.de

Vertretung:

Gesine Frank
gesine.frank@dielinke-muehlenkreis.de