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Neue Wege durch das Land - Landwirtschaft zum Wohl von Mensch und Natur

„Landwirtschaft ist Systemrelevant“ lautete der Appell von Dr. Kirsten Tackmann, „aber es muss sich etwas ändern, sonst fährt das System vor die Wand“. Auf einer Online-Abendveranstaltung am Dienstag, den 12.05.2021, sprach die Bundestagsabgeordnete mit Kreislandwirt Volker Schmale, der ein dramatisches Bild von der Situation der Betriebe beschrieb.

Anhand von Zahlen aus der eigenen Buchhaltung zeigte Schmale eine Entwicklung auf, die eine existenzbedrohende Richtung deutlich machten. Während die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, nur marginal stiegen, teilweise sogar sanken, sind gleichzeitig höhere Lohnkosten, Investitionskosten in Technologien und steigende Bodenpreise kaum noch zu kompensieren. Viele Betriebe lebten von ihren über Generation aufgebauten Reserven, so Schmale. Die Belastung sei auch durch die steigende Bürokratie durch Kontrollen und Auflagen größer, berichtet der Kreislandwirt und verweist auf die beeindruckende Zahl an Aktenordnern hinter sich.

„Die Krise in der Landwirtschaft ist auch eine soziale Krise,“ meint die Tackmann „am notwendigen Umbau müssen diejenigen finanziell Beteiligt werden, die bisher von diesem System profitiert haben“. Damit verwies die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag auf die satten Gewinne, Samenproduzenten, Chemieindustrie sowie Handel. Die promovierte Veterinärin setzt sich unter anderem für Weidetierhaltung ein, die laut Aussage von Schmale nicht mehr rentabel sei. „Wir brauchen die Weidetierhaltung dringend für den Schutz unserer Deiche und den Erhalt von Kulturlandschaften“ appelliert Tackmann, die Halter:innen arbeiten schon lange unter Mindestlohn und benötigten dringend Hilfen.

Als dritter Gast referierte Burkhard Kayser zum Agroforst-System, das Forst- und Landwirtschaft zusammendenkt. Der Grundgedanke sei nicht neu, früher war es selbstverständlich unter Streuobstwiesen Weidevieh oder Hühner zu halten. Der Vertreter vom Bundesverband Agroforst stellte aktuelle Methoden vor und zeigte Lösungen für industriellen Getreideanbau in Kombination mit vermarktungsfähigen Hölzern. „Jetzt gibt es endlich Fördermittel vom Bund“ so Kayser, der als Berater Landwirt:innen bei solchen Vorhaben unterstützt. Was in Frankreich und Großbritannien längst etabliert ist, komme in Deutschland langsam voran.

Der Kreisverband der Partei DIE LINKE hatte zu dem Gespräch im Rahmen der monatlichen offenen, thematischen Mitgliedertreffen eingeladen, um sich zu informieren. „Wir finden das Thema extrem wichtig,“ meint Gesine Frank vom Kreisvorstand der Partei, „gleichzeitig hat sich gezeigt, dass man das gar nicht an einem Abend abhandeln kann.“ Weitere Gespräche seien die logische Konsequenz.


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Anschrift & Ansprechpartner

Kreissprecherin: Jule Kegel
Kreissprecher: Sebastian Neumann

Kreisbüro
Kampstraße 27
32423 Minden

Telefon (05 71) 829 743 51

kreisverband@dielinke-muehlenkreis.de

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Neue Wege durch das Land - Landwirtschaft zum Wohl von Mensch und Natur

„Landwirtschaft ist Systemrelevant“ lautete der Appell von Dr. Kirsten Tackmann, „aber es muss sich etwas ändern, sonst fährt das System vor die Wand“. Auf einer Online-Abendveranstaltung am Dienstag, den 12.05.2021, sprach die Bundestagsabgeordnete mit Kreislandwirt Volker Schmale, der ein dramatisches Bild von der Situation der Betriebe beschrieb.

Anhand von Zahlen aus der eigenen Buchhaltung zeigte Schmale eine Entwicklung auf, die eine existenzbedrohende Richtung deutlich machten. Während die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, nur marginal stiegen, teilweise sogar sanken, sind gleichzeitig höhere Lohnkosten, Investitionskosten in Technologien und steigende Bodenpreise kaum noch zu kompensieren. Viele Betriebe lebten von ihren über Generation aufgebauten Reserven, so Schmale. Die Belastung sei auch durch die steigende Bürokratie durch Kontrollen und Auflagen größer, berichtet der Kreislandwirt und verweist auf die beeindruckende Zahl an Aktenordnern hinter sich.

„Die Krise in der Landwirtschaft ist auch eine soziale Krise,“ meint die Tackmann „am notwendigen Umbau müssen diejenigen finanziell Beteiligt werden, die bisher von diesem System profitiert haben“. Damit verwies die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag auf die satten Gewinne, Samenproduzenten, Chemieindustrie sowie Handel. Die promovierte Veterinärin setzt sich unter anderem für Weidetierhaltung ein, die laut Aussage von Schmale nicht mehr rentabel sei. „Wir brauchen die Weidetierhaltung dringend für den Schutz unserer Deiche und den Erhalt von Kulturlandschaften“ appelliert Tackmann, die Halter:innen arbeiten schon lange unter Mindestlohn und benötigten dringend Hilfen.

Als dritter Gast referierte Burkhard Kayser zum Agroforst-System, das Forst- und Landwirtschaft zusammendenkt. Der Grundgedanke sei nicht neu, früher war es selbstverständlich unter Streuobstwiesen Weidevieh oder Hühner zu halten. Der Vertreter vom Bundesverband Agroforst stellte aktuelle Methoden vor und zeigte Lösungen für industriellen Getreideanbau in Kombination mit vermarktungsfähigen Hölzern. „Jetzt gibt es endlich Fördermittel vom Bund“ so Kayser, der als Berater Landwirt:innen bei solchen Vorhaben unterstützt. Was in Frankreich und Großbritannien längst etabliert ist, komme in Deutschland langsam voran.

Der Kreisverband der Partei DIE LINKE hatte zu dem Gespräch im Rahmen der monatlichen offenen, thematischen Mitgliedertreffen eingeladen, um sich zu informieren. „Wir finden das Thema extrem wichtig,“ meint Gesine Frank vom Kreisvorstand der Partei, „gleichzeitig hat sich gezeigt, dass man das gar nicht an einem Abend abhandeln kann.“ Weitere Gespräche seien die logische Konsequenz.

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